Jagdhunde

Jagdhunde

„Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“ (Franz von Assisi)

In diesem Sinne begleiten unsere vierbeinigen Kameraden auch uns während der Jagd und unterstützen uns sowohl mit ihrem Instinkt als auch mit ihrer Intelligenz. Viele Jagderfolge wären ohne sie nicht möglich gewesen.
Unsere Hunde stellen einen zentralen Punkt in unserer Gemeinschaft dar. Wir möchten an dieser Stelle einige Hunde und ihre Einsatzbereiche vorstellen:



  • Die Kopov-Bracke


ElronEinige unserer Corpsbrüder führen die auch in der Jagd nicht allzu verbreiteten Kopov- oder Schwarzwildbracken.

Die Schwarzwildbracke kam unter dem Namen "Slowakische Bracke" oder auch "Kopov" nach Deutschland. Ihre angestammte Heimat sind die Bergregionen der Slowakei. Hier wurden diese Hunde schon lange zur Jagd verwendet.

Die Schwarzwildbracke besitzt einen ausgeprägten Jagdtrieb und kann sich dabei auch ausgezeichnet orientieren. Auf der Fährte jagt sie laut, verstummt sofort, wenn sie abkommt, um nach dem Wiederfinden erneut laut zu werden. Sie zeigt ihre Vorzüge in großen Dickungen, Maisschlägen, niederen Schneelagen und bergigem Gelände. Weitere Vorzüge sind Ausdauer, Schnelligkeit, Wendigkeit, Wildschärfe und Intelligenz. Alles Eigenschaften, die für einen Saujäger ein unbedingtes "Muss" darstellen.

Bei all ihrem Temperament sind diese Hunde sehr anhänglich und kinderlieb. Sie sind gerne auf Schritt und Tritt dabei. Wie auch die anderen Vierbeiner sind auch sie daher in unserem Jagdcorps nicht wegzudenken. Mehr zu Kopov....



  • Die Alpenländische-Dachbracke

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein robuster, wetterharter Gebrauchshund, der als anerkannte Schweißhunderasse auch für die Nachsuche eingesetzt wird (Aufspüren verletzten Wilds). Seit 1932 gilt die alpenländische Dachsbracke, für deren Rassestandard der österreichische „Klub Dachsbracke“ verantwortlich zeichnet, als 3. Schweißhundrasse in der BRD neben dem Hannoverschen Schweißhund und dem Bayerischen Gebirgsschweißhund. Sie kommt aber auch in der Brackenjagd und bei der Stöberjagd zum Einsatz. Die Dachsbracke ist der einzige Fährten-/Sichtlaut-jagende Schweißhund. Die Hunde werden ausschließlich an Jäger abgegeben, um ihnen über die Arbeit im Revier eine ihren Anlagen entsprechende Haltung zu gewährleisten.

Ein weiterer unserer Corpsbrüder, der viele Jahre im Hochgebirge waidwerkte, ist seit seinem 13. Lebensjahr mit der Alpenländichen Dachsbracke „verheiratet“. Er schätzt diesen Jagdhund wegen seiner Robustheit und Nervenstärke sowohl bei der Lauten Jagd als auch als Nachsuchen-Spezialist

Viele Jahre aktiv im deutschen „Verein Dachsbracke e.V.“ wirkend, ist er heute z.B. einer der 56 Nachsuchenspezialisten in Mecklenburg–Vorpommern, der Revier übergreifend mit besonderer behördlichen Genehmigung dem kranken Schalenwild mit der Waffe folgen darf. Hierzu dient ihm z.Zt. die rechts im Bild sitzende Vieräugl- Hündin, während die links sitzende rote Hündin noch ein Jungtier mit erfolgreicher Anlagenprüfung ist. Es gibt dies Rasse also in den beiden genannten Farbmustern.

Dieser Jagdhund ist ein Solo-Jäger, selten in einer Meute zu finden, der aber durch seinen Spurwillen und seinen Spurlaut bei den heute so häufig notwendigen Drückjagden besonders auf Schwarzwild typische Meutehunde auf sich aufmerksam macht. Der Umgang mit diesem Brackenschlag verlangt vom Führer Geduld und Selbstbeherrschung, um ein enges, vertrauensvolles Verhältnis zu seinem Hund aufzubauen, was für die Arbeit am Langen Riemen dann die absolute Voraussetzung für einen Erfolg des Nachsuchengespannes ist.

Mehr zur Alpenländischen Dachsbracke...



 

  • Der Deutsche Jagdterrier


Deutscher Jagdterrier AscoEin weiterer Vertreter unter den von Corpsbrüdern geführten Jagdhunden ist der Deutsche Jagdterrier. Dieser wird von einem unserer Corpsbrüder sogar gezüchtet.

Terrier kommt von Terra (=lateinisch für Erde), denn er gehört im Jagdchargon zu den „Erdhunden“. Die Hunde wurden und werden zum sogenannten „Sprengen“ in bewohnte Fuchsbaue hineingelassen, um den Fuchs aus einer anderen Röhre hinauszutreiben, wo er dann vom Jäger erlegt wird.

Der Jagdterrier leistet Hervorragendes in der Bodenjagd und ist ein sehr guter Stöberhund, besonders auch an Sauen. Als Schweißhund und Verlorenbringer leichten Wildes arbeitet er ausgezeichnet und findet auch Verwendung für jede Art der Wasserjagd.

Seine angeborene Schärfe und Härte sowie der ausgeprägte Freiheits- und Bewegungsdrang und eine gute Portion Hartnäckigkeit machen eine konsequente Führung notwendig.

Der Deutsche Jagdterrier ist ein robuster und arbeitsfreudiger Hund der durch Leistungsselektion geschaffen wurde, Schönheitszucht kannte man beim DJT nicht. Deshalb gehört er in die Hände von Menschen die ihm ausreichende Bewegung verschaffen und seinen Arbeitseifer befriedigen können. Mehr zum DJT....



  • Der Beagle


Der Beagle ist ein Jagdhund, der ursprünglich in England als lauffreudiger Meutehund speziell für die selbstständige Treibjagd auf Feldhasen und Wildkaninchen gezüchtet wurde.

Der Beagle gehört zu der Gruppe der Bracken und wird in Deutschland selten jagdlich geführt. Die gesetzlichen Bestimmungen über die mindest erforderliche Reviergröße von 1000 Hektar für die Brackenjagd schränken die Einsatz-Möglichkeiten stark ein. Bei uns im Jagdcorps gehört er aber dennoch dazu.

Ein an die Jagd herangeführter Beagle verfolgt den Hasen spurlaut mit ausgeprägter Beharrlichkeit. Ist die Jagd einmal begonnen, ist es nahezu unmöglich den Hund abzurufen. Der ausgeprägte Jagdtrieb lässt nur zwei Möglichkeiten, die Jagd zu beenden: durch Beutemachen oder aufgrund Ermattung. Sein starker Wille zum Stück zu finden macht ihn auf der Schweissfährte etwas ungestüm. Doch bei regelmäßigem Training bleibt er auch auf der 40 Stunden alten Schweissfährte beharrlich. Der Beagle ist kein Apportierhund. Ein ausgewachsener Hase ist zu schwer für ihn. Doch sein Drang nach Beschäftigung vor allem für die Nase macht ihn insbesondere für die Arbeit auf der Schleppe geeignet. Dafür trägt er ein Kaninchen auch über weite Strecken dem Jäger zu. Der Hund ist wasserfreudig und auch an Federwild heranzuführen. Der Beagle ist durchaus Kandidat für die jagdliche Gebrauchsprüfung und die Schweißprüfung

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